Verein der Funkoffiziere

Nächster Stammtisch
05. Januar 2017
18.00 Uhr im
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Maritime Meile Rostock

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Schiffe
auf Briefmarken

DSR-Schiffe

Verein der Funkoffiziere

Oberingenieur Peter Volk,



ein Veteran des DDR-Seefunks und Steuermann unseres Vereinsschiffes, meldet sich aus gesundheitlichen Gründen von der Brücke.

Eine Laudatio zur Würdigung seiner langjährigen Tätigkeit und Verdienste für das Seefunkwesen und unseren Verein Seefunk FX Intern e.V.


PV-F2-KlassePeter Volk, 2. Stellvertreter unseres Vereinsvorsitzenden wurde am 28. Mai 1931 in Bunzlau/Schlesien geboren und floh im Februar 1945 mit seinen Eltern nach Sachsen. In Leipzig begann er 1949, nach dem Abitur, eine Lehre als Betriebselektriker im Bergbau. Kurz danach begann er das 9-monatige Studium an der Seefahrtschule Wustrow zum Erwerb des Funksonderpatents. Mit diesem Patent fuhr er als Funker beim Fischkombinat Rostock in der Großen Hochseefischerei.

1955/56 kehrte er erneut als Student an die Seefahrtschule zurück und erwarb dort das Seefunkpatent II. Klasse und den Titel „Ingenieur für Seefunk“. Mit diesem Patent wechselte er zu Deutschen Seereederei Rostock (DSR) und wurde dort unter anderem auf den Dampfern „Wismar“ und „Thälmann-Pionier“ im Levante-Dienst und den Motorschiffen „Frieden“, „Freundschaft“ und „Magdeburg“ in der Großen Fahrt eingesetzt. 1960 erwarb Peter Volk das Seefunkpatent I. Klasse und fuhr auf dem Fahrgastschiff „Völkerfreundschaft“ als Funkstellenleiter.

1961 heiratete er Rosemarie Juckel, blieb an Land, bekam eine Wohnung in Rostock und wurde zum Funkinspektor in der Chefinspektion der DSR berufen. Auch während dieser Zeit unternahm er verschiedene Reisen auf Tankern, Fruchtschiffen und dem Lehrschiff „Theodor Körner“.
PV_mit_Vater1972 wechselte Peter Volk in die Neubauabteilung der Technischen Direktion. Dort war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und später als Spezialist für Funk undPV als Inspektor Funknavigation für Neubau- und Ankaufschiffe tätig. In dieser Funktion führte er des Öfteren im In- und Ausland Bauaufsichten bei Umklassifizierung von Ankauftonnage oder beim Verkauf von Alttonnage-Schiffen durch.

1977 wurde ihm der Ehrentitel „Oberingenieur“ durch das Ministerium für Verkehrswesen der DDR verliehen.

Peter Volk war in in- und ausländischen Gremien, wie der DP, DSRK, DHS, SFS, DAMW und in der Technischen Kommission des Reeder-Verbands INSA als Spezialist für Funk und Funknavigation tätig.

Er ist Autor von diversen Fachartikeln in einschlägigen Presseorganen und im Internet. Seine Arbeit „40 Jahre Seefunk der DDR“ wurde auf CD und in Buchform für unsere Vereinskollegen und die Kollegen der „Seefunkkameradschaft Bremen“ veröffentlicht.

Von 1963 bis 1990 war Peter Volk Leiter des „Arbeitskreises Seefunk“ bzw. des „Arbeitsausschusses Informationselektronik“ der Kammer der Technik.

Durch Frühpensionierung scheidet Peter Volk 1990 aus dem Berufsleben aus, widmet sich aber weiterhin mit ganzer Kraft der Vereinsarbeit, dabei besonders dem Aufbau unserer Ausstellung auf dem Traditionsschiff.

Seit 1991 war er im Vorstand des Nachfolgevereins „Seefunk-FX-Intern Rostock e.V.“ tätig, bat aber zur Mitgliederversammlung 2010 wegen einer langen schwerenPeter Volk Krankheit um Entlastung von seiner Funktion.

Für seine sehr guten Arbeitsleistungen in der Seeverkehrswirtschaft erhielt er eine Reihe von Auszeichnungen, aber besonders stolz ist er auf die Ehrennadel des DRK in Gold mit Goldkranz für 40-maliges unentgeltliches Blutspenden.

Ich kenne Peter Volk bereits seit meinem Studium an der Seefahrtschule Wustrow, wo er uns zwischen seinen Reisen manchmal besuchte und durch seine Erzählungen für unseren künftigen Beruf begeisterte. Später war er dann eine Zeit lang mein erfahrener Kollege und Funkinspektor.
Peter Volk war und ist mir stets ein Vorbild.

Dieter Stürzekarn

Peter Volk hat am 10.01.2011 nach langer schwerer Krankheit seine letzte Reise angetreten. Wir verlieren mit ihm eine führende Persönlichkeit des Seefunks, ein wertvolles Mitglied von Seefunk FX Intern und einen guten Freund. Wir werden sein Andenken stets ehrenvoll bewahren.

 


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