Verein der Funkoffiziere

Nächster Stammtisch
14. September 2017

18.00 Uhr im
Hausbaumhaus

Maritimer Rat Rostock

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Maritime Meile Rostock

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Tradi in den
Stadthafen

Go Tradi Go

Verein der Funkoffiziere

Wir nannten ihn liebevoll

„Wa – Wi – Wu“ -

unseren Funklehrer Walter Wipper an der Seefahrtschule Wustrow.

Walter Wipper, geboren am 28.3.1923 in Alvensleben/Sachsen Anhalt, besuchte dort die Grundschule und lernte bei der Deutschen Reichsbahn im Innendienst.
1940, er hatte gerade die Lehre beendet, wurde er eingezogen und an der Marineschule Aurich zum Funker ausgebildet. In dieser Funktion setzte man ihn während des Krieges in mehreren Einheiten ein.
1946, aus der Kriegsgefangenschaft entlassen, schulte er zum Maurer um, weil er bei der Reichsbahn keine Anstellung erhielt.
1947 wurde er für den Uranbergbau in Aue geworben, wo er ein Jahr unter sehr harten Bedingungen arbeitete.
Im gleichen Jahr heiratete er seine Frau Thea, die ihm in diesen schweren Zeiten mit Rat und Tat zur Seite stand.
1948 wurden ihr Sohn, 1953 und 1954 ihre beiden Töchter geboren.
1950 hörte Walter Wipper, dass man in Rostock eine Hochseefischerei aufbaut. Er konnte sich unter Schwierigkeiten aus dem Uranbergbau lösen und fuhr dann auf einigen Loggern des VEB Hochseefischerei Rostock als Funker zur See. Beim darauf folgenden Aufbaustudium zum Funkpatent 2. Klasse war Ernst Leitzsch sein Lehrer.
Ein Jahr nach dem Studium erwarb Walter Wipper das Funkpatent
1. Klasse und wechselte mit dieser Qualifikation zur Küstenfunkstelle Rügen Radio. Dort war er als Funker und nach der Erweiterung der Funkstelle als Schichtleiter tätig.
1956 rief ihn Ernst Leitzsch als Fachschuldozent (Funk) an die Seefahrtschule Wustrow. Nach der Umwandlung der Seefahrtschule zur Hochschule wurde er Hochschuldozent und nach dem Ausscheiden von Ernst Leitzsch, im Jahre 1974, Fachrichtungsleiter bis er 1987seine Laufbahn beendete.
Bis zu seinem Tod, 2001, war Walter Wipper Mitglied in unserem Verein „Seefunk-FX-Intern, Rostock e.V.“.

Mit viel Geschick und Einfühlungsvermögen hat Walter Wipper einer langen Reihe von Seefunk-Studiengängen sein Wissen und Können vermittelt und damit zu dem hohen Ausbildungsniveau der Absolventen beigetragen. Seine Lehrtätigkeit und die Mitarbeit im „Arbeitskreis Seefunk“ waren wichtige Grundlagen für die Entwicklung des Seefunkdienstes in der DDR und bei der Formung des Berufsbildes des Funkoffiziers.
Neben vielen anderen Auszeichnungen, die Walter Wipper erhielt, sei besonders die Ehrung mit der Pestalozzi-Medaille erwähnt, die ihm für seine hervorragende Lehrtätigkeit verliehen wurde.

Kommentare und Erinnerungen:

Alle seine Schüler und Kollegen bewunderten Walter Wippers exzellente Arbeit mit der Morsetaste. Es hieß: „Er gibt exakt wie eine Maschine.“ Diese Fähigkeit brachte ihm auch den Titel „Republikmeister“ bei einem Wettkampf der Funksportler ein.
Der Seefunk war ihm Beruf und Hobby zugleich, darüber hinaus hatte er eine Vorliebe für historische Romane und hörte gern die Lieder von Mireille Mathieu.

Walter Wipper war von 1958-1960 mein Klassenlehrer in Wustrow, kein strenger, sondern verständnisvoller, aber fordernder Ausbilder, der sich viel Mühe mit uns gab. Besonders beim „Hören und Geben“ achtete er sehr auf eine ordentliche Ausführung. Und wenn in „Funkbetriebskunde“ ´mal einer mit den Decca-Hyperbelscharen nicht zurecht kam, ließ er sich höchstens zu dem Ruf hinreißen: „Nun seien Sie ´mal kein Frosch!“
Dieter Stürzekarn

Ich habe Walter Wipper als Schüler und Kollege kennengelernt und immer war er ein sehr verständnisvoller Lehrer und stets hilfsbereiter Kollege.
Kay Gottschewsky

 


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