Gelungene Eröffnungsfeier der Sonderausstellung „MS „Arkona“ – Traumschiff mit deutsch-deutscher Geschichte“, im Binnenschifffahrts-Museum Oderberg.

Es gibt viel zu sehen in den Salons des Museumsschiffes „Riesa“, im Oderberger Binnenschifffahrts-Museum. Das Datum des 3. Oktobers wurde zum Anlass genommen, eine ganz besondere Sonderausstellung zum Thema Deutsche Einheit zu gestalten. Das Kreuzfahrtschiff „Arkona“, vielen noch als ZDF „Traumschiff“ bekannt, kann auf eine sehr bewegte Geschichte zurückblicken, die in dieser Ausstellung anhand einer Fülle von Fotos, Zeitungsartikeln und Exponaten eindrucksvoll dargestellt ist. 1980 als „Astor“ in Hamburg gebaut, wechselte das Schiff 1985 die politischen Seiten und befuhr für die VEB Deutfracht/Seereederei Rostock, unter dem Namen „Arkona“ die Meere. Um Geld in die Kassen zu spülen, wurde sie an ein westdeutsches Reiseunternehmen verchartert. So kamen nun also auch westdeutsche Passagiere in den Genuss von Traumreisen. Über das Leben an Bord und den gelegentlichen ideologischen Spagat der Besatzung durch diese Kreuzfahrt-Passagiere berichteten am Sonntag diverse Zeitzeugen wie, z. B., Carl von Breydin, der als Entertainer engagiert war und auch am Sonntag seine Ausführungen mit Einlagen würzte, Peter Böge – Bootsmann der Arkona und Wolf Ebeling, Chef-Steward, der den Anstoß zu dieser Ausstellung gab und sie durch seine noch bestehenden Kontakte zu seefahrenden Kollegen erst wirklich ermöglichte. Eine Fülle von Material ging dem Museum zu und wurde in wochenlanger Arbeit unter der Führung Wolf Ebelings und durch Mithilfe Peter Böges und René Schmidts – eines Sammlers aus Bernau – zu der Ausstellung zusammengestellt, wie sie nun im Oderberger Museumsschiff „Riesa“ zu sehen ist.
Den passenden musikalischen Rahmen zur Eröffnungsveranstaltung lieferte das Akkordeon Ensemble „Harmonie“ aus Berlin; die gastronomische Seite lag in den kompetenten Händen André Balkows, des Inhabers der Marina Oderberg und zahlreiche Damen des Förderverein Binnenschifffahrts-Museum Oderberg e. V. lieferten Kuchen und Torten, um das Angebot abzurunden.
Und noch eine Erfolgsmeldung vom Sonntag: das Museum durfte den 15.000 Besucher begrüßen. Da Oma, Opa und Enkel aus Breydin in dem beliebten Café Kieslinger keinen Platz mehr fanden, entschlossen sie sich zu einem kulturellen Nachmittag in den Museumspark zu kommen und wurden sofort mit einer Flasche Sekt und einer Familienkarte für das Binnenschifffahrts-Museum begrüßt.
Die sehenswerte Sonderausstellung läuft noch bis zum 31. Oktober, von 10.00 bis 17.00 Uhr; der Eintritt beträgt 3,- € und berechtigt gleichzeitig zum Besuch des Museums. Zusätzlich bietet der Wolf Ebeling am Sonntag den 10.10.2010 und am 24.10.2010 um 11:00 Uhr eine individuelle Führungen durch die Ausstellung an, selbstverständlich sind auch weitere Führungen durch Herrn Ebeling möglich, es bedarf lediglich einer Absprache mit dem Museum. Tel.Nr.: 033369 470  – vorherige Anmeldung wird erbeten.
Einen weiteren, spannenden Ausflug in die Geschichte der DDR-Kreuzfahrt, erleben wir am Sonntag, den 24. Oktober: um 15 Uhr stellt der Historiker Andreas Stirn sein Buch „Traumschiffe des Sozialismus“ im Binnenschifffahrts-Museum Oderberg vor.  Der 35-jährige Berliner erzählt von einem außergewöhnlichen Stück ostdeutscher Geschichte. Er berichtet von den Kreuzfahrplanungen der frühen 1950er Jahre bis hin zum Aufeinandertreffen von Ost- und Westdeutschen an Bord des Luxusliners „Arkona“ in den 1980er Jahren. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung beträgt 3,- €.
Andreas Stirn, 1974 geboren in Berlin; Studium der Geschichte, Soziologie und Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin; Tätigkeit als freier Historiker und Journalist; 2009 Promotion zum Dr. phil.; seit 2010 wissenschaftlicher Referent beim Landtag Brandenburg.

Als Veranstalter der Sonderausstellung

 MS „ARKONA“ – Traumschiff mit deutsch-deutscher Geschichte:
Von Elbe und Warnow auf weltweite Kreuzfahrt

sind wir

Frau Greve
Sowie
Herrn Balkow,
Herrn Böge,
Herrn Böttcher,
Herrn Ebeling,
Herrn Fritze,
Herrn Lange,
Herrn Meyer,
Herrn Mohs,
Herrn Schlößin,
Herrn Schmidt,
Herrn Strauch,
Herrn Thamm,
Herrn Waechter,
Herrn Volk und
Herrn Zeigert

zu besonderem Dank verpflichtet.

Ohne sie, ihre Leihgaben und ihren fachkundigen Rat wäre diese
Ausstellung in der hier realisierten Weise nicht möglich gewesen.

Förderverein Binnenschifffahrts-Museum Oderberg e.V.

 


© 2007 Stu Nicholls

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